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Kolumne 24/2019


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die letzte Woche stand ganz im Zeichen des 37. Staufenberger Krämermarktes. Bei schönem Wetter bummelten am Fronleichnamstag Hunderte von Menschen über die Marktstra-ßen rund um unsere Burg.

Leider konnten wir in diesem Jahr nicht den Peter-Kurzeck-Platz (Hof des Heimatmuseums) nutzen. Grund hierfür war eine reine Vorsichtsmaßnahme. Die beiden auf dem Peter-Kurzeck-Platz befindlichen Eichen waren mit sog. Eichenprozessionsspinnern befallen, die wir allerdings alle rechtzeitig vor dem Beginn des Marktgeschehens aus den beiden Bäumen entfernen konnten. Dennoch sperrten wir als Vorsichtsmaßnahme die Hoffläche des Peter-Kurzeck-Platzes. Damit war sichergestellt, dass kein Besucher des Marktes einer Gefahr ausgesetzt war, was natürlich oberste Priorität hatte.
Mit den teilnehmenden Vereinen konnten wir sehr harmonisch die Hoffläche der gegenüber-liegenden Goetheschule neu einteilen. Der Bereich vor dem Hof der Goetheschule wurde schon am Vorabend für den traditionellen Krämermarktgottesdienst unter der Leitung von Pfarrerin Jutta Martini genutzt. Der einzige Wermutstropfen war: Das Heimatsmuseum auf dem Peter-Kurzeck-Platz musste leider geschlossen bleiben.

Ich freue mich, dass sich unsere Stadt trotz dieser Einschränkung wieder einmal von ihrer besten Seite hat zeigen können. Dies lag sicher nicht nur alleine am schönen Wetter. Zum guten Gelingen des Marktes haben vielmehr ganz viele Staufenbergerinnen und Staufenberger beigetragen. Ihnen allen möchte ich für ihren tollen Einsatz danken. Mein Dank gilt aber auch allen Anwohnerinnen und Anwohnern, die Jahr für Jahr viel Verständnis für die Beeinträchtigungen aufbringen, die unser Krämermarkt für sie mit sich bringt. Herzlichen Dank hierfür!

Vielleicht liegt das Verständnis der Anwohner darin begründet, dass viele Bürgerinnen und Bürger aus allen unseren Stadtteilen den Krämermarkt zu ihrem Volksfest machen. Ich den-ke, besser kann man seine Verbundenheit mit seiner Stadt wohl kaum zum Ausdruck brin-gen. Diese Verbundenheit ist gerade heute besonders wichtig. Denn in Zeiten, in denen so vieles einem starken Wandel unterliegt, die Globalisierung stetig um sich greift und sich wirt-schaftliche oder politische Entscheidungsebenen immer weiter "nach oben" verschieben, brauchen Menschen einen Ort, zu dem sie sich zugehörig fühlen. Da, wo man wohnt, da kennt man sich aus und kann auch ein Wörtchen mitreden. Und wo das gegeben ist, da fühlt man sich auch zu Hause. Deshalb entsteht gerade in Zeiten, in denen Menschen immer "weltläufiger" werden, eine neue Bindung an den eigenen Lebensmittelpunkt.

Ich glaube, dies macht unseren Krämermarkt so beliebt. Er trifft den Nerv der Zeit. Vielen Staufenbergern macht es einfach Spaß, etwas für die eigene Stadt zu tun; ihnen macht es Spaß, mit ihren Mitbürgern zusammenzusitzen und sich gemeinsam unterhalten zu lassen. In ungezwungener Runde kommt man leicht miteinander ins Gespräch und lernt auch Leute kennen, denen man sonst im Alltag nicht so schnell begegnet. Und natürlich ist er eine gute Gelegenheit, sich zu amüsieren und vom Alltag abzuschalten. Es tut uns allen gut, mal aus dem täglichen Einerlei auszubrechen, neue Eindrücke aufzunehmen und unsere Batterien neu aufzuladen. Ich hoffe, Ihnen ist dies beim diesjährigen Krämermarkt gelungen und Sie freuen sich schon auf den nächsten im kommenden Jahr.

Anfang dieser Woche feierten wir in Daubringen gemeinsam mit den Verantwortlichen des Deutschen Roten Kreuzes und ganz vielen Ehrengästen das Rohbaufest der DRK-Kita nebst Begegnungsstätte und Familienzentrum.

Mit der neuen DRK-Kita in Daubringen wird schon in wenigen Monaten jedem Kind, für das dies gewünscht wird, in unserer Stadt ein Kita-Platz zur Verfügung stehen. Die Zeit der War-telisten ist dann vorbei. Dies ist natürlich für die Entwicklung der Kinder gut, es ermöglicht aber auch vielen jungen Eltern den Einklang von Beruf und Familie.

Daneben freue ich mich bereits heute, gemeinsam mit den Verantwortlichen des IMPULS-Vereins die erste Kulturveranstaltung in den Räumen der neuen Begegnungsstätte eröffnen zu dürfen. Ich bin mal gespannt, welche Künstler zur ersten Veranstaltung eingeladen werden.

Wenn man dann noch bedenkt, dass in dem neuen Haus neben den vier Kita-Gruppen und dem Begegnungszentrum auch eine Sozial- und Seniorenberatung in dem ersten Staufen-berger Familienzentrum angeboten wird, kann man nicht nur von einem multifunktionalen Bau, sondern auch von einem sozialen Meilenstein für alle Generation Staufenbergs spre-chen. Es ist schon etwas ganz besonderes, so viele soziale und kulturelle Einrichtungen unter einem Dach zu vereinen.
In erfreulich kurzer Bauzeit ist dieses tolle Haus entstanden, das schon Anfang des nächsten Jahres eröffnet wird. Die rasche Verwirklichung ging jedoch nicht zulasten der Qualität. Ganz im Gegenteil ist das Gebäude mehr als ansprechend, vorzeigbar und in jeder Hinsicht funktionsgerecht. Wir haben hier in Staufenberg ein Haus zum Wohlfühlen bekommen, eine echte Bereicherung für unsere Stadt, für alle Generationen, vor allem aber für unsere Kinder.

Allen, die sich in den städtischen Gremien, in unserer Verwaltung, beim Amt für den ländlichen Raum und beim Landkreis Gießen für dieses multifunktionale Haus eingesetzt und stark gemacht haben, gebührt ein herzliches Wort des Dankes.
Ohne die Bereitschaft aller Stadtverordneten, das mit dem Betrieb der Kita jährlich immer wieder neu entstehende Defizit aus städtischen Finanzmitteln auszugleichen, aber auch ohne die tolle Arbeit der Mitarbeiterinnen des Amtes für ländlichen Raum und des Landkreises Gießen bei der Bewilligung der Fördergelder aus der Dorferneuerung und der Bundesförde-rung für Kindertagesstätten würde es diesen Bau nicht geben.

Mein größter Dank gilt jedoch Dr. Klaus Döring und Christian Betz mit allen Mitarbeitern des DRK-Kreisverbandes Marburg-Gießen. Ihr Engagement war und ist weitsichtig, stets voller Nachdruck - und keineswegs selbstverständlich. Der eigenverantwortliche Bau und der selbstständige Betrieb einer so großen Kindertagesstätte gehörten zumindest bisher nicht zum Tagesgeschäft des DRK Mittelhessen. Schon gar nicht war und ist es für das DRK normal, gemeinsam mit der Kita auch ein Familienzentrum und eine Begegnungsstätte für alle Generation einer Kleinstadt wie Staufenberg zu bauen. Herzlichen Dank für diesen Mut und dieses tolle Engagement hier in Staufenberg!

Ich hoffe, dass sich unsere in dieses multifunktionale Haus gesetzten Erwartungen erfüllen und wünsche allen, die sich darin aufhalten, sei es als Kind oder als Erwachsener, bereits heute eine gute Zeit.

Es grüßt Sie herzlich

Ihr
Peter Gefeller
Bürgermeister


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