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Kolumne 22/2019


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

erneut gut besucht war meine jüngste Bürgersprechstunde im Gasthaus Zum guten Born in Treis. Wie immer berichtete ich zunächst über meine "Hausaufgaben" aus der letzten Bürgersprechstunde. In dieser waren die Kanal- und Straßenarbeiten in der Ringstraße ein großes Thema.

Glücklicherweise konnten diese Arbeiten zwischenzeitlich abgeschlossen werden, leider nicht so schnell wie ich es mir für die Anwohner gerne gewünscht hätte. Die Verzögerungen im Bauablauf waren auf "Fremdleitungen" zurückzuführen, die nicht immer da lagen, wo sie nach den Planunterlagen hätten liegen müssen. Von daher galt auch auf dieser Baustelle der alte Bauspruch: "Vor der Baggerschaufel bleibt es dunkel!"

An dieser Stelle möchte ich mich nun noch bei allen Anwohnern für ihre am Ende doch sehr stark beanspruchte Geduld bedanken. Mit der neuen Straßendecke und dem nun ausreichend dimensionierten Kanal haben wir hoffentlich für eine kleine Entschädigung sorgen können. Für die Anwohner der Hohlstraße dürfte es dank der neuen Schieber zukünftig auch bei Starkregenereignissen nicht mehr zu vollgelaufenen Kellern und Garagen kommen.

Ein weiteres Thema der letzten Bürgersprechstunde in Treis war der schlechte Zustand der Randbereiche des zum Wohngebiet "Streitkopf" führenden Wirtschaftsweges. Diese Bereiche konnten wir noch im alten Jahr instand setzen lassen. Damit dürfte dieser Weg auch an den Randbereichen wieder verkehrssicher sein, was gerade die Radfahrer freuen dürfte.
Dank der tollen Initiative von Jürgen Lemp kann nun auch der Borneck-Brunnen reaktiviert werden. Im Rahmen eines Ortstermins konnte mit Geschäftsführer Jochen Becker vom ZLS eine einvernehmliche Lösung gefunden werden.
Weiter läuft der Kita-Anbau planmäßig. Nach den Elektro-, Sanitär-, Trockenbau- und Fensterarbeiten wurde die Fußbodenheizung verlegt und der Estrichboden eingebaut. Nun stehen die Fliesenleger- und Malerarbeiten an. In den Sommerferien wollen wir den Innenausbau im Bestandsgebäude sowie die Pflasterarbeiten im Hof abschließen. Unser Ziel ist die Inbetriebnahme des Anbaus zum 01. Oktober.

Auch dürften sich die Bewohner des Neubaugebiets "Am Sonnenberg" freuen. Der Magistrat hat erst jüngst den Auftrag zum Endausbau der Straße vergeben. Die Arbeiten werden noch in diesem Jahr umgesetzt. Ebenso wurden die Ingenieurleistungen für die Kanal- und Straßenarbeiten in der Oberen Burgstraße vergeben. Starten sollen die Arbeiten zwar auch dort noch in 2019, angesichts des anhaltenden Baubooms verbunden mit explodierenden Baupreisen kann sich jedoch die Umsetzung dieser Baumaßnahme noch bis ins Jahr 2020 verzögern.

Ein weiteres Thema der Bürgersprechstunde war die Treiser Genossenschaftshalle. Der Stadt liegt für diese ein Kaufangebot der derzeitigen Mieterin vor. Da aber auch andere mit Blick auf die örtlichen Vereine Interesse an dem Haus erklärt haben, wurde das Kaufangebot der Mieterin vorerst zurückgestellt. Sollten weitere Ortsvereine, Privatpersonen oder Unternehmer Interesse an dem Haus haben, kann ich diese nur herzlich bitten, sich mit mir in Verbindung zu setzen. Nach Vorlage aller Interessen werden unsere Stadtverordneten über die Zukunft der Treiser Genossenschaftshalle zu entscheiden haben.

Insgesamt war auch diese Bürgersprechstunde wieder äußerst informativ. Ich kann Sie alle nur immer wieder bitten: Nutzen Sie diese Möglichkeit des direkten Kontaktes mit mir und besuchen Sie meine Bürgersprechstunden. Die nächste findet am 27. Juni um 19.00 Uhr in der Gaststätte Waldschänke in Daubringen statt.

Vor wenigen Wochen wurde Staufenberg erneut der Titel als Fair-Trade-Town zugesprochen. Die Auszeichnung ist für uns weiter Ansporn, die Idee des fairen Handels in die Köpfe und auch in die Herzen der Staufenbergerinnen und Staufenberger zu bekommen. Sicher, viele von Ihnen müssen haushalten, können sich nicht das Teuerste leisten. Oft herrscht gerade beim Lebensmittelkauf der Trend vor, nach dem billigsten Produkt zu greifen. Gesamtwirtschaftlich ist aber das Billigste nicht immer auch das Günstigste.

Gerade Menschen in den ärmsten Ländern der Welt werden ausgebeutet und vergiftet, so dass es dort keine guten Lebensgrundlagen mehr gibt. Die Folge: Menschen flüchten aus ihrer Heimat, Regionen müssen durch Entwicklungshilfe unterstützt werden.

Mit einem Frühstück, bei dem fair gehandelte Produkte angeboten wurden, haben wir als Stadt Staufenberg gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Clemens-Brentano-Europaschule (CBES) "am eigenen Leib" getestet, dass fair gehandelte Produkte auch gut schmecken. Eine Lebensmittelspende des Bioladens "Klatschmohn" aus Gießen und Produkte des Weltladens Gießen ermöglichten ein umfangreiches Frühstückbuffet, das keine Wünsche offen ließ. Den Kontakt zur CBES hatte Ilse Staude, Leiterin der Steuerungsgruppe Fair-Trade-Town Staufenberg, hergestellt. Die Idee, mit den Schülerinnen und Schülern das für uns alle so wichtige Thema des fairen Handels zu besprechen, stieß bei Matthias Payer, Leiter des Aufgabenfeldes Gesellschaftswissenschaften, auf großes Interesse. Denn natürlich ist es besonders nachhaltig, wenn ein faires Miteinander bereits in der Schule vermittelt wird.

Ich begrüße es, dass sich gerade junge Menschen mit Aktionen wie "Fridays for Future" für den Klimaschutz einsetzen. Dem Klima hilft aber auch der Griff zu fair gehandelten statt zu Billigprodukten. Auch das gehört zu einer Welt der Zukunft, in der ja die Jungen leben werden, eine Welt, in der alle Menschen auch unter menschenwürdigen Bedingungen arbeiten und entsprechend entlohnt werden sollten.

Es grüßt Sie herzlich

Ihr
Peter Gefeller
Bürgermeister


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