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Kolumne 03/2019


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

den letzte Woche an dieser Stelle vorgestellten Jahresrückblick 2018 finden Sie nun mit allen Bildern und Schlagzeilen auf unserer neu aufgebauten Homepage www.staufenberg.de. Eingestellt haben wir dort aber auch den Kurzfilm "Mein Staufenberg", Hinweise zu aktuellen Gremiensitzungen oder unsere Familienbroschüre mit nützlichen Tipps rund um das Thema Familie. Schauen Sie sich doch einfach mal unsere neu gestaltete Visitenkarte im Internet an. Ein Blick oder besser gesagt ein Klick auf unsere Homepage lohnt sich.

Vielleicht haben Sie ja auch den letzte Woche in den heimischen Tageszeitungen veröffentli-chen Hintergrundbericht zum Thema Tempolimits gelesen. Ich fand ihn sehr interessant. Als Verfechter der Einführung von Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in Ortschaften oder eines Tempolimits von 70 maximal 80 auf Landstraßen habe ich mich natürlich darüber gefreut, dass die Gewerkschaft der Polizei innerorts generell die Einführung von Tempo 30 fordert und mit dem Auto Club Europa (ACE) erstmals ein namhafter Automobilclub ein Tempolimit auf Landstraßen unterstützt. Natürlich kamen auch die Gegner zu Wort, zu denen mit dem ADAC leider auch der nach wie vor größte deutsche Automobilclub zählt.

Bemerkenswert falsch fand ich allerdings die Aussage der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im Deutschen Anwaltsverein, deren Vorsitzender davon "überzeugt" sein will, dass durch Tempolimits eine signifikante Senkung der Zahl der Verkehrstoten nicht erzielt werden könne. Jetzt ließe sich diese "Überzeugung" sicher leicht mit dem Sprichwort, "Iudex non calculat - Der Richter rechnet nicht!" begründen. Aber so einfach ist es leider nicht. Grund-kenntnisse über die Gesetze der Physik kann man auch von Verkehrsjuristen erwarten. Und so ist es nun mal ein Naturgesetz, dass die Kräfte, die auf die Insassen eines Fahrzeuges wirken, mit der Geschwindigkeit dieses Fahrzeuges zunehmen und deshalb die Verletzungs- aber auch die Tötungsgefahr bei Tempo 100 deutlich höher ist als bei Tempo 30. Die Geschwindigkeit beeinflusst also entscheidend die Unfallfolgen. Dieser Grundsatz kann selbst durch die beste juristische Überzeugung nicht verändert werden.

Ungeachtet dessen sind gerade bei uns in Staufenberg viele Straßen für Tempo 50 völlig ungeeignet, was erst recht für eine Reduzierung der Regelgeschwindigkeit auf Tempo 30 spricht. Die Bundesregierung ist an dieser Stelle gefragt. Nur sie kann die gesetzliche Grund-lage für ein Umdenken bei den Tempolimits schaffen. Die jüngsten Äußerungen des aktuellen Verkehrsministers Scheuer geben dazu allerdings wenig Anlass. Wer die Vorschläge der eigenen Verkehrskommission zu den Tempolimits als "gegen jeden Menschenverstand ge-richtet" bezeichnet, lässt eine gewisse Beratungsresistenz erkennen. Die Hoffnung auf Bes-serung sollte man dennoch nicht aufgeben. Und vielleicht kommen ja nun neue Impulse zu den Tempolimits von dem gerade in Goslar beendeten Deutschen Verkehrsgerichtstag auch beim Bundesverkehrsminister an. Zu wünschen wäre es aus meiner Sicht jedenfalls.

Seit vorletzten Dienstag befindet sich im Foyer unseres Rathauses die Passivhaus-Ausstellung des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesent-wicklung. Diese Ausstellung können Sie noch bis zum 08. Februar 2019 besichtigen.

Die Effizienz im Energiebereich wird künftig zu einem der wichtigsten Werkzeuge, um Rohstoffknappheit und Klimawandel in den Griff zu bekommen. Sie ist ein Schlüssel für Wert-schöpfung und Arbeitsplätze. Energieeffizienz gehört damit zu einem der bedeutendsten Handlungsfelder.

Vor diesem Hintergrund kann ich Sie alle nur herzlich einladen, die Passivhaus-Ausstellung zu besichtigen. Auf 16 Schautafeln, zwei interaktiven Hausmodellen und vier interaktiven Technik-Exponaten werden Sie über den "Passivhaus-Standard" bei Wohnimmobilien infor-miert. Der "Passivhaus-Standard" spielt jedoch nicht nur im Neubau eine besondere Rolle. Auch bei der Altbaumodernisierung kann mit Passivhauskomponenten eine Heizenergieein-sparung von bis zu 90 Prozent erzielt werden.

Von A wie "Altbaumodernisierung" bis Z wie "Zertifikat zur Bauqualität" werden Sie umfassend informiert. Mit der Ausstellung steht Ihnen eine höchst informative und unterhaltsame Informationsquelle zu einem der wichtigsten Themen unserer Zeit zur Verfügung.

Nutzen Sie deshalb die Gelegenheit und besichtigen Sie noch bis zum 08.02.2019 die Passivhaus-Ausstellung zu unseren Öffnungszeiten im Foyer des Rathauses. Auf der Internet-seite www.energieland.hessen.de/passivhaus finden Sie zudem weitere Informationen zur Ausstellung und rund um das Thema Energie.

Es liegt im Interesse der Eigentümer aber auch der Mieter, dass ihre Hausnummer gut sichtbar vorhanden ist, so dass Feuerwehr und Rettungsdienst im Notfall schnell die richtige Adresse finden können. Grundstückseigentümer sind nach dem Gesetz verpflichtet, an ihrem Haus eine deutlich lesbare Hausnummer anzubringen. Ungeachtet dessen sollte aus meiner Sicht jeder Hauseigentümer das Anbringen seiner Hausnummer nicht nur als eine vom Ge-setzgeber auferlegte Pflicht ansehen. Gut sichtbare Hausnummern können im Notfall Leben retten. In Ihrem ureigenen Interesse bitten wir Sie deshalb als Grundstückseigentümer, Ihre Hausnummer zu überprüfen und unleserliche Nummern schnellstmöglich zu erneuern bzw. die Anbringung einer Hausnummer nachzuholen. Gegebenenfalls ist die Ergänzung des Straßennamens bei Eckgrundstücken hilfreich.

Es grüßt Sie herzlich

Ihr
Peter Gefeller
Bürgermeister


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