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Kolumne 01/2019


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

"Ein neues Jahr ist wie ein neuer Bankkunde. Solange nichts Nachteiliges bekannt ist, sollte man ihm Kredit gegeben." Ob dieses geflügelte Wort eine gute oder schlechte Grundlage für uns alle ist, möchte ich heute nicht beurteilen. Eines steht für mich jedoch fest: Das Jahr 2019 hat auf jeden Fall Kredit verdient.

Wir wissen nicht, was es bringen wird. Wir können nicht beurteilen, wie die Chancen und Gefahren der vor uns liegenden Zeit verteilt sind. Und mit Prognosen ist es ja auch so eine Sache. Wir wissen es alle: Sie sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen. Auch Experten helfen da meist nicht weiter. Denn, so soll der britische Nobelpreisträger und Politiker Winston Churchill einmal gesagt haben, ein Experte ist ein Mann, der hinterher genau sagen kann, warum seine Prognose nicht eingetreten ist.

Trotzdem sollten wir offen sein für Neues, auch wenn das meist mit einem Risiko verbunden ist. Ich habe allerdings den Eindruck, dass auf der einen Seite die Bereitschaft zum Risiko vielfach schwindet, auf der anderen Seite aber die Bereitschaft zu einem hohen Risiko manchmal gerade an der falschen Stelle vorhanden ist. Die Kunst besteht darin, Risiken rich-tig zu bewerten.

Doch bevor ich mich an dieser Stelle in Prognosen und Risiken für das neue Jahr verliere, möchte ich lieber einen kurzen Rückblick auf das Jahr 2018 wagen. Was bleibt uns aus dem gerade abgelaufenen Jahr in Erinnerung?

Bereits im Januar startete die Gemeinschaftskasse Lollar-Staufenberg, die Fusion beider Stadtkassen war endlich vollzogen. Später im Jahr sollte die Zusammenlegung weiterer Ab-teilungen vorbereitet werden; am Ende verhinderte dies aber ein Beschluss der Lollarer Stadtverordneten.

Mit Schlagzeilen wie "Pink Peter aus Staufenberg" und "Der letzte Hippie aus Treis" wurde im Februar ausgelassen Fasching gefeiert aber auch mit dem Gedenken an die Hinrichtung des Treiser Kunstmalers Heinrich Will 75 Jahre zuvor an den Terror der NS-Zeit erinnert. Und mit Andreas Lenz feierte ein "Pfarrer aus Leidenschaft" sein 25-jähriges "Dienstjubiläum".

Nach langen und intensiven Verhandlungen verabschiedeten im März sowohl das Lollarer als auch das Staufenberger Stadtparlament den Grundsatzbeschluss zur Zusammenlegung beider Verwaltungen. In Lollar sollte der Beschluss nur wenige Monate Bestand haben.

Mit der Schlagzeile "Drei unter einem Dach" besiegelten im April das DRK, der Impuls-Verein und die Stadt den Kooperationsvertrag über die zukünftige Nutzung des neuen DRK-Multifunktionsgebäudes in Daubringen.

Im Wonnemonat Mai war Starkregen das Hauptthema. Kaum zu glauben nach dem Hitze-sommer. Aber so war es. Mit Michael Klier und Ralf Jung wurden zwei äußerst erfahrene Feuerwehrmänner zu Wehrführern und gleichzeitig zu stellvertretenden Stadtbrandinspekto-ren ernannt. Zusammen mit Stadtbrandinspektor Oliver Ortwein bilden sie seit dem ein tolles Team. Für unsere Feuerwehr sind alle drei ein Glücksfall.

Nach einigen Querelen mit dem Kreistag wurde im Juni der Tauschvertrag zum Bau der neuen gemeinsamen Grundschule abgesegnet. "Eine Schule aus drei Fünfecken" wird es werden; hoffentlich bald, wünscht man sich für unsere Grundschüler. In der Vitalen Mitte feierten wir den 1225-jährigen "Geburtstag" von Mainzlar und Daubringen mit einem Oper-Air-Fest. Schön war's für die die da waren. Über 30 Jahre regelte unsere seit kurzem im Ruhe-stand befindliche Ordnungsamtsleiterin Regina Zecher als Marktfrau den Staufenberger Krämermarkt. Zur Eröffnung des letztjährigen Marktes wurde sie feierlich verabschiedet. Herzlichen Dank Frau Zecher! Sie waren eine tolle Marktfrau!

Mit einem symbolischen Spatenstich wurde im Juli die Bauphase des MEDZENTRUMs in der Vitalen Mitte eröffnet. Ansonsten war's einfach nur heiß und trocken.

Im August gab's für das alte Forsthaus in Treis den Hess. Denkmalschutzpreis und Finanz-minister Dr. Schäfer übergab im Zuge der Umsetzung des Hessenkassengesetzes einen Zuwendungsbescheid über 9,1 Mio. EUR. Seit dem ist unsere Stadt "kassenkreditfrei".

Im September kündigte das Lollarer Stadtparlament die erst im Frühjahr beschlossene Ko-operation mit Staufenberg wieder auf. In Staufenberg hat diesen Schritt keiner verstanden.

Pünktlich zum Spatenstich für das neue DRK-Multifunktionsgebäude läuteten im Oktober die Kirchenglocken in Daubringen. Ganz viele Kinder aber auch viele Kulturinteressierte warten schon gespannt auf die Fertigstellung dieses Hauses.

Im November konnte ich erstmals seit über 25 Jahren einen Haushalt ohne Kassenkredite und damit ohne "Altlasten" im Stadtparlament einbringen. Gerade unsere junge Generation dürfte diese Nachricht gefreut haben.

Im Dezember stellte die Firma Erletz den "Lumdatal-Express" als neue Schnellbuslinie von Londorf nach Gießen vor. Zum Schluss des Jahres konnten unsere Stadtverordneten nun schon im vierten Jahr in Folge einen positiven Haushalt beschließen. Ein schöner Abschluss, wie ich finde.

Und was genau passiert nun 2019? Kurz gesagt: so einiges. Ich will mich aber nicht in einer Auflistung einzelner Projekte verlieren. Darum geht es an dieser Stelle nicht. Mir ist viel wich-tiger, dass wir mit Vorfreude und Zuversicht auf das neue Jahr schauen. Dennoch lohnt der Blick auf ein paar Höhepunkte.

So sehen sicher viele schon mit großer Vorfreude der Eröffnung des neuen MEDZENT-RUMS in der Vitalen Mitte entgegen. Mit diesem Ärztehaus wird die medizinische Versor-gung in Staufenberg weiter verbessert. Das städtebaulich wichtigste Projekt stellt aus meiner Sicht das Baugebiet "Auf der Schautanz" in Mainzlar dar. Mit diesem neuen Wohngebiet werden wir die Attraktivität unserer Stadt gerade für junge Familien weiter steigern. Hierzu passt der vielleicht schon bis zum Ende dieses Jahres fertiggestellte Bau des DRK-Multifunktionsgebäudes in Daubringen. Nach dem gerade begonnenen Abriss des alten REWE-Marktes wird der Landkreis Gießen an gleicher Stelle auch den Bau der gemeinsa-men Grundschule für Staufenberg, Mainzlar und Daubringen beginnen. Weiter werden wir auf dem Mainzlarer Sportplatz mit dem Aktivpark Lumdatal "das" Leuchtturmprojekt des ge-samten Tals fortsetzen und zu guter Letzt können sich bereits heute alle Aktiven unserer Feuerwehr auf den Bau des schon lange gewünschten Übungsturms auf dem Hof der Feu-erwehr Mitte freuen.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
ich wünsche Ihnen und Ihren Familien für das Jahr 2019 alles erdenklich Gute, viel Glück und Zufriedenheit und vor allem viel Gesundheit.

Es grüßt Sie herzlich

Ihr
Peter Gefeller
Bürgermeister


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