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Kolumne 08/2019


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

"Staufenberg ist Vorreiter" und "Grünes Licht für Pilotprojekt" lauteten letzte Woche die Schlagzeilen der heimischen Presse. Gemeint war das geplante gemeinsame Gewerbegebiet in Ebsdorfergrund-Heskem, das in der letztwöchigen Stadtverordnetensitzung das Hauptthema war. Zu Gast war Bürgermeister Andreas Schulz von der Gemeinde Ebsdorfer-grund. Dieser stand unseren Parlamentariern Rede und Antwort. Am Ende sprach sich das Parlament mit einer überwältigenden Mehrheit für eine Beteiligung unserer Stadt an diesem Gewerbegebiet aus. Lediglich zwei Stadtverordnete stimmten dagegen, einer enthielt sich.

Interkommunale Gewerbegebiete werden seit vielen Jahren heiß diskutiert und dabei sehr oft für die einzig Zukunftsweisenden gehalten. Am Ende hat sie jedoch zumindest in unserem Landkreis bis heute noch niemand umgesetzt. Das wollen wir in Staufenberg nun ändern. Aufgrund unserer Lage am Nordrand des Landkreises Gießen profitieren wir dabei auch von der Nähe zu unserer Nachbarkommune Ebsdorfergrund im Marburger Land. Gerade wegen unserer guten Erfahrungen mit IKZ-Projekten, wie beispielsweise den Solarpark Buchenberg oder die Energiegesellschaft Lumdatal, an der übrigens auch die Gemeinde Ebsdorfergrund beteiligt ist, wurde uns von dort eine Beteiligung angeboten. Neben der Gemeinde Ebs-dorfergrund und der Stadt Staufenberg beteiligt sich mit der Universitätsstadt Marburg auch das Oberzentrum des Marburger Landes an diesem Gemeinschaftsprojekt.

Sicher verspricht man sich im Marburger Land mit unserer Beteiligung an diesem Großpro-jekt eine bessere Vermarktung der Flächen auch und gerade im Gießener Raum. Hier verfügt kaum noch eine Landkreiskommune über nennenswert große Gewerbeflächen. Genau dies war und ist dann auch der Grund für die Stadt Marburg, die Hälfte ihres Anteils an dem Gemeinschaftsprojekt der Stadt Staufenberg zu überlassen.

Für die nächsten Sitzungen des Stadtparlaments gilt es nun die Vertragsgrundlagen vorzu-bereiten. Zwischen den beteiligten Kommunen müssen Rechte und Pflichten gleichermaßen verteilt werden. Die Gespräche hierzu verlaufen sehr harmonisch. Ich bin guter Dinge, dass wir bis zum Frühsommer die Verträge zustimmungsreif ausarbeiten und anschließend die für die Erschließung und Vermarktung notwendige Infrastrukturgesellschaft gründen können.

Ein altes Sprichwort besagt: "Gesundheit ist der größte Reichtum". Doch der Gesundheit geht es wie vielen anderen Gütern auch: Zu schätzen lernen wir sie oft erst, wenn wir sie verloren haben. Umso mehr kann es uns Staufenbergerinnen und Staufenberger zufrieden stellen, dass in der letzten Woche das Richtfest für das neue MEDZENTRUM Staufenberg gefeiert werden konnte. Mit dem Ermöglichen dieses Hauses haben wir rechtzeitig Vorkehrungen getroffen, um auch weiterhin die medizinische Versorgung unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger zu sichern.

Für unsere Vitale Mitte ist das MEDZENTRUM Staufenberg eine wunderbare Ergänzung der medizinischen Versorgung unserer Bevölkerung. Wir waren und sind auf diesem Sektor zwar schon sehr gut aufgestellt. Ärzte- und Gesundheitszentren wie dieses MEDZENTRUM si-chern jedoch die ambulante medizinische Versorgung in unserer Region nachhaltig. Nach-haltig ist dabei nicht nur einfach ein schnell dahingesagtes Wort. Nachhaltig bedeutet in diesem ganz konkreten Fall die Sicherung der medizinischen Erstversorgung aller Staufenberger für die nächsten Jahrzehnte.

Auf gut 1000 Quadratmetern werden die Fachrichtungen Allgemeinmedizin, Chirurgie, Psychotherapie, Neurologie und Logopädie vertreten sein. Der Einzug eines weiteren Facharztes wurde von den Verantwortlichen in Aussicht gestellt. Eine konkrete Benennung konnte oder durfte allerdings noch nicht erfolgen.

Selbstverständlich wird dieses Haus mit der modernsten medizinischen Technik ausgerüstet. Dies ist auch absolut wichtig. Denn nur dann können die einziehenden Mediziner im Wett-bewerb bestehen, der auch auf dem Gesundheitsmarkt immer härter wird.

Die Anforderungen an Ärzte nehmen stetig zu. Immer stärker wird darauf geachtet, die Effek-tivität und Effizienz ärztlicher Leistungen zu verbessern und der Kostenexplosion im Gesundheitswesen Einhalt zu gebieten. Auch in die Heilberufe hat längst modernes Management seinen Einzug gehalten.

Das führt zu manchem Spagat zwischen Kalkulation und medizinischer Vorsorge. Dabei dür-fen wir aber in unseren Bemühungen nicht nachlassen, ein wirksames und bezahlbares Gesundheitswesen zu schaffen. Unser aller Ziel muss es sein, unsere Bevölkerung medizinisch gut zu versorgen.

Denn Krankheiten können jeden von uns treffen, manchmal sogar allzu schnell. Jeder kann verunglücken oder schwer erkranken. Und jeder wird es dann als beruhigend empfinden, Ärzte in der Nähe zu wissen, die für einen Notfall gerüstet sind, die sich auf dem letzten Stand der Forschung befinden und kompetent vorgehen. Genau solche haben wir hier in Staufenberg, nicht nur in naher Zukunft in dem MEDZENTRUM, sondern bereits heute rund um und in unserer Vitalen Mitte. Das ist gut so und soll auch in Zukunft so bleiben.

Zum Schluss dieser Kolumne möchte ich nun noch allen Faschingsjecken danken, die in der gerade abgelaufenen "fünften Jahreszeit" für viel Frohsinn gesorgt haben. Begonnen wurde die heiße Phase mit der traditionellen Prunksitzung des TV 05 Mainzlar. Wieder einmal war unsere Stadthalle proppenvoll. "Ausverkauft" hieß es schon Tage vor Beginn der Veranstaltung. Keiner durfte sein Kommen bereut haben. Für jeden Geschmack war etwas dabei. Eine mittlerweile wieder große Prunksitzung veranstaltete aber auch der Elferrat Treis in der Treiser Sport- und Kulturhalle. Von der ersten bis zur letzten Minute folgte ein Stimmungskracher dem anderen. Farbenfrohe Kostüme waren in beiden Sitzungen nicht nur auf sondern auch vor der Bühne zu bewundern. Zudem gab's neben tollen tänzerischen und gesanglichen Darbietungen auch akrobatische Leistungen zu bestaunen.

Mit den Prunksitzungen in Mainzlar und Treis hatten die Faschingsveranstaltungen jedoch noch kein Ende gefunden. Erst am letzten Freitag stürmten die Grundschulkinder der Goe-theschule zusammen mit den Vorschulkindern der Kita Mäuseburg das Rathaus. Tags darauf fanden die Kinderprunksitzung des TV 05 Mainzlar in der Stadthalle sowie der Familienabend des TVT beim "Bing" statt. Den Abschluss bildete diese Woche am Faschingsdienstag der Kinderfasching mit dem traditionellen Kehraus des SV Staufenberg.

Jetzt ist die närrische Zeit erst einmal wieder rum, was des einen Leid aber sicher auch des anderen Freud' sein dürfte. Allen Mitwirkenden von groß bis klein kann ich nur zurufen: Es waren wieder einmal tolle Tage. Macht weiter so! Viele Staufenberger freuen sich schon auf die nächste Faschingszeit.

Es grüßt Sie herzlich

Ihr
Peter Gefeller
Bürgermeister


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