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Kolumne 44/2018


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

in unserer Stadtverwaltung arbeiten tolle Menschen. Ein Beleg für diese Aussage war jüngst der außergewöhnliche Einsatz unserer Mitarbeiter Barbara Wagner und Birger Handloser.

Als mir am letzten Sonntag abends gegen 21.00 Uhr der Vater eines Staufenberger Mitbür-gers ziemlich verzweifelt mitteilte, sein Sohn könne wegen seines abgelaufenen Reisepasses eine für die bevorstehende Nacht anstehende Auslandreise nicht antreten, erklärte sich auf meine anschließende Bitte unsere Ordnungsamtsmitarbeiterin Barbara Wagner sofort bereit, dem jungen Staufenberger zu helfen. Mitten aus einem spannenden Fernsehfilm gerissen, fuhr Frau Wagner nachts um halb zehn von Marburg (!) kommend ins Rathaus nach Staufenberg, um dort dem glücklichen Mitbürger einen Ersatzpass auszustellen. Damit dieser Einsatz auch ohne "Besuch" der Sicherheitsfirma ablaufen konnte, regelte unser Liegen-schaftsleiter Birger Handloser wie selbstverständlich das Abschalten der natürlich zu dieser Zeit eingeschalteten Haussicherung. Ich denke, in einer anonymen Großstadt hätte es diesen Bürgerservice nicht gegeben. Auch hierüber sollten die vielen "Landflüchtigen" einmal nachdenken.
Damit nun aber solche Einsätze nicht zur Regel werden, bitte ich an dieser Stelle alle Mit-bürgerinnen und Mitbürger, die in der bevorstehenden Weihnachtszeit eine Auslandsreise planen, einen Gültigkeitscheck des Personalausweises oder des Reisepasses vorzunehmen. Abgelaufene Ausweispapiere können nicht verlängert werden. Sie müssen rechtzeitig und persönlich (!) neu beantragt werden. Die Bearbeitungsdauer für die Ausstellung von Personalausweisen und Reisepässen bei der Bundesdruckerei in Berlin liegt bei etwa zwei bis drei Wochen. Mit längeren Lieferfristen ist zu rechnen, je näher die Urlaubszeit rückt.

Auf unserer Homepage www.staufenberg.de finden Sie übrigens unter der Rubrik "Bürgerservice" auch das Feld "Personalausweise". Dort haben wir für Sie die Hinweise des Auswärtigen Amtes zu den "Internationalen Einreisebestimmungen" aller Länder aufgeführt. Vor Antritt Ihrer Reise lohnt sich also auch ein Blick auf unsere neu gestaltete Homepage.

In den letzten beiden Wochen trafen sich zunächst die Mitglieder des Haupt- und Finanz-ausschusses (HFA) und anschließend alle Stadtverordneten zu den jüngsten Gremiensit-zungen. Dort konnte ich zunächst über den Baubeginn des Regenrückhaltebeckens zwi-schen Mainzlar und Daubringen für das künftige Baugebiet "Auf der Schautanz" berichten. Eine weitere Information war der für den 03. Dezember vorgesehene Beginn der Abbruchar-beiten des alten REWE-Marktes als erste Baumaßnahme des Neubaus der gemeinsamen Grundschule durch den Landkreis Gießen. Für den Anbau der Kita in Treis wurde vorletzte Woche schon die Bodenplatte betoniert. Der Endausbau der Straßen "Am Schiffenweg" und "Am Vogelsang" wird - wenn das Wetter mitspielt - noch dieses Jahr abgeschlossen. Und in unserer tschechischen Partnerstadt Mährisch Trübau wurde mit Tomas Kolkop ein neuer Bürgermeister gewählt.
Im HFA stellten die Mitarbeiter des Forstamtes Wettenberg den Waldwirtschaftsplan 2019 vor. Er schließt zwar mit einem kleinen Überschuss, berücksichtigt aber den durch die lange Trockenperiode entstandenen Borkenkäferbefall im Fichtenbestand nicht. Da hierzu keine konkrete Schadenshöhe benannt werden konnte, billigten die Stadtverordneten den Wald-wirtschaftsplan mit dem Zusatz, einen eventuell 2019 anfallenden Schaden über einen Nach-tragshaushalt abzufangen.

Ebenfalls ein Thema war der Platz an der alten Eiche in Daubringen, der im Zuge der Dorferneuerung umgestaltet werden soll. Dem Gestaltungsplan des Treiser Ingenieurbüros Weiss & Becker hatten zuvor schon die Mitglieder des Arbeitskreises Dorferneuerung einstimmig zugestimmt. Nun folgten die Stadtverordneten. Sie beschlossen ebenfalls einstimmig die Umgestaltung dieses Daubringer Dorfplatzes.

Einstimmig wurde auch der Vertragsentwurf einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zur interkommunalen Zusammenarbeit im Rahmen des Prostituiertenschutzgesetzes auf Kreis-ebene angenommen und der Übertragung der Aufgaben auf den Landkreis Gießen zugestimmt.
Lediglich zur Kenntnis nahmen die Stadtverordneten die Ersatzbeschaffung des neuen Wahlprogramms "Votemanager", das bereits bei der anstehenden Europawahl 2019 zum Einsatz kommen wird.

Weiter stimmten die Stadtverordneten einstimmig der Bildung einer allgemeinen Rücklage mit den Überschüssen aus den ordentlichen Ergebnissen der Vorjahre über rund 2,4 Mio. EUR sowie der Bildung einer Rücklage aus den Überschüssen der außerordentlichen Er-gebnisse über 1,27 Mio. EUR zu.

Abschließend stellte Dr. Karl vom heimischen Ingenieurbüro IbK ein Konzept zur Innenent-wicklung unserer Ortskerne vor. Dabei erläuterte er mögliche Ziele und Vorgehensweisen aber auch die Grundlagen verschiedenster Fördermöglichkeiten. Unser gemeinsames Ziel sollte es sein, die Ortskerne als historisch gewachsenen und lebenswerten Wohnraum auf-zuwerten. Das Konzept zur Innenentwicklung sollte den Wohnwert ebenso wie die Daseinsvorsorge, den Denkmalschutz, die Ökologie aber auch städtebauliche Aspekte, wie Siedlungs- und Verkehrsstrukturen, umfassen. Aus meiner Sicht besteht die wichtigste Aufgabe der nun anstehenden Innenentwicklung darin, unsere Ortskerne zu urbanen Wohnstätten für junge Familien auszubauen. Der Weg dorthin ist sicher sehr lang, er dürfte sich aber lohnen.
Es bringt viel, sich in einer Vereinsgemeinschaft zu engagieren. Ein gutes Beispiel hierfür ist das tolle Engagement ganz vieler heimischer Vereine, die alle am letzten Samstag gemein-sam mit dem Ausstellungszentrum Staufenberg nun schon zum 7. vorweihnachtlichen Hoffest eingeladen hatten. Allen Vereinen und Ausstellern kann ich nur ganz herzlich für die Ausrichtung dieses tollen Festes danken. In ganz kurzer Zeit ist es ihnen gelungen, das vor-weihnachtliche Hoffest zu einer festen Größe in unserem Veranstaltungskalender werden zu lassen.

Es grüßt Sie herzlich

Ihr
Peter Gefeller
Bürgermeister

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