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Kolumne 42/2018


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Zeitung "Welt" titelte jüngst: Die Deutschen träumen von einem digitalen Gang zum Amt. Warteschlangen, komplizierte Formulare und Terminprobleme seien die Gründe für den Wunsch nach mehr digitalen Service. Gewünscht wird der Behördengang direkt von der heimischen Couch aus, so wie es der Onlineversandhandel, die Reiseportale u.a. schon vormachen. Doch die Verwaltung ist noch nicht so weit. Zu komplex ist das Angebot aus dem Rathaus, zu zwingend ist vielfach auch das persönliche Erscheinen für bestimmte Anträge vorgegeben.

Europäische Länder, wie Finnland, Estland und Dänemark sind EU-Spitzenreiter in Sachen digitaler Bürgerservice. Bis 2022 sollen laut Bundesregierung fast 600 Verwaltungsdienstleis-tungen digital angeboten werden.

Die Stadt Staufenberg wird sich ebenfalls auf den Weg machen, Dienstleistungen für Sie digital anzubieten. Dies wird ein stetiger Prozess sein, der keineswegs in einem Jahr vollendet sein wird.

Von Seiten der Stadt Staufenberg haben wir vor wenigen Tagen in einem ersten Schritt un-sere Internetseite www.staufenberg.de erneuert. Unser städtischer Internetauftritt erscheint nun nicht nur in einem überarbeiteten Design, sondern auch im sog. "responsive Webdesign". Was ist denn das nun wieder, werden Sie sich vielleicht fragen. Nun ganz einfach: Mit diesem neuen Design können Sie sich die städtische Internetseite nicht nur auf Ihrem heimischen PC, sondern auch auf Ihrem mobilen Endgerät ohne irgendeine Qualitätseinbuße anschauen. Dies war bislang nicht möglich und bietet Ihnen nun auch für unterwegs die Möglichkeit, sich über Öffnungszeiten, Ansprechpartner oder Dienstleistungen der Stadt Staufenberg zu informieren.

Zudem finden Sie auf unserer neu gestalteten Internetseite im Bereich "Bürgerservice" schon heute Ihre Ansprechpartner aus allen Abteilungen mit E-Mail-Adresse und Telefonnummer. Sie finden dort aber auch Formulare für z. B. Ihre Hundeanmeldung oder für die Anmietung städtischer Liegenschaften aber auch Infos über Ihren vielleicht gerade beantragten Perso-nalausweis. In den nächsten Monaten werden wir weitere Dienstleistungen online über unse-ren Internetauftritt anbieten. Unser Ziel für die kommenden Jahre ist ein vollständig barriere-freier Online-Service.

Unter dem Motto "Zum Blauen Bock 2.0" hatte der "Kleine Chor" des Gesangvereins Harmonie Daubringen am letzten Samstag in unserer Stadthalle die TV-Kultsendung des Hessischen Rundfunks aus den 1960ziger bis 1980ziger Jahre zu neuem Leben erweckt. Anlass dieser tollen Veranstaltung war das 25jährige Bestehen des "Kleinen Chors". Bist auf den letzten Platz besetzt war die bestens geschmückte Stadthalle.

Es war eine wahre Freude, wie Erick Erb als "Heinz Schenk", Heike Töllich als "Wirtin Lia Wöhr" und Peter Berger als "Reno Nonsens" das Publikum mit besten hessischen "Gebabbel" ein ums andere Mal zum Lachen brachten. Zwar blieben die mir von "Wirtin Lia Wöhr" schon für den nächsten Tag vorausgesagten Touristenströme bisher aus. Dennoch dürften nicht wenige Besucher über den Vorschlag des Moderators "Heinz Schenk" geschmunzelt haben, Pfarrer Traugott Stein oder ich mögen ihn in bester Festivalmanier einmal quer durch die Zuschauerreihen tragen. Die Angstschweißperlen waren Pfarrer Stein und mir sicher an-zusehen.

Mit den Chören der "Eintracht" aus Hüttenberg und "Jugendfreund" aus Watzenborn-Steinberg sowie einem junge Frauentrio der Liebigschule in Gießen hatte sich die "Harmonie" renommierte Gäste eingeladen. Der "Star" des Abends war aber der "Kleine Chor" der Harmonie unter der Leitung von Peter Schmitt. Beginnend mit der Titelmusik des Musicals "König der Löwen" und dem Lied "Circle of life" von Elton John über das romantische Lied "Weit, weit weg" von Hubert von Goisern bis zur Rammstein-Rockhymne "Engel" zeigte der Chor, warum er gerade für junge aber auch jung gebliebene Sängerinnen und Sänger so populär ist.

Dem "Kleinen Chor" aber natürlich auch dem Gesangverein Harmonie insgesamt kann ich nur wünschen, dass sie sich weiterhin so erfrischend jung präsentieren. Dann dürfte auch den nächsten mindestens 25 Jahren nichts im Wege stehen.

Für den kommenden Sonntag kann ich Sie nur herzlich bitten, möglichst zahlreich an der Gedenkstunde zum Volkstrauertag teilzunehmen. Die diesjährige Gedenkstunde wird um 15.00 Uhr in unserer Stadthalle stattfinden. Zuvor wir es jeweils um 14.00 Uhr Kranznieder-legungen an den Ehrenmalen in Staufenberg, Treis und Daubringen sowie um 14.30 Uhr in Mainzlar geben. Für die Teilnehmer/innen aus Treis ist ein kostenloser Fahrdienst zur Stau-fenberger Stadthalle eingerichtet. Der Bus fährt um 14.20 Uhr am Treiser Friedhof ab.

Der Volkstrauertag ist in der Bundesrepublik Deutschland seit 1952 ein nationaler Trauertag. Er wurde durch den 1919 gegründeten Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) zum Gedenken an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs eingeführt. 1922 fand die erste offizielle Feierstunde im Deutschen Reichstag statt. Die Nationalsozialisten missbrauchten ihn als "Heldengedenktag". Seit Wiedereinführung als Trauertag wird stets am zweiten Sonntag vor dem Advent der Opfer beider Weltkriege aber auch der Opfer heutiger Kriege gedacht.

100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkrieges ist die diesjährige Gedenkstunde eine ganz besondere. Gerade vor dem Hintergrund dieses Krieges als Ursprung allen folgenden Übels des 20. Jahrhunderts müssen wir, aufbauend auf der Erinnerung an das Vergangene, uns beständig in allen Bereichen unseres Lebens um den Schutz der Werte menschlicher Zivilisation bemühen. Unser Einsatz für ein friedliches Zusammenleben darf sich nicht auf einzelne kurze Phasen emotionaler Erregung infolge bestimmter Ereignisse beschränken. Die jährlich stattfindenden Gedenkveranstaltungen am Volkstrauertag sind hierzu ein wichtiger Beitrag. Dieser Tag entwickelte sich zu einem gemeinsamen Totengedenken für alle Opfer von Krieg und Gewalt als Kern unseres kulturellen Gedächtnisses. Wie die jüngsten Ge-schehnisse belegen, ist dieser Prozess noch lange nicht abgeschlossen. Nach wie vor gibt es Menschen, die nationalistisches Gedankengut über die friedensstiftende europäische In-tegration stellen.

Es grüßt Sie herzlich

Ihr
Peter Gefeller
Bürgermeister

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