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Kolumne 40/2018


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

am kommenden Sonntag findet die Wahl zum 20. Hessischen Landtag statt. Die Landtagswahl stellt eine sehr wichtige Wahl dar, da viele Gesetze, die auf unsere Stadt und jeden Einzelnen von uns Auswirkungen haben, im Landtag beschlossen werden. Beteiligen Sie sich deshalb an dieser Wahl, um indirekt durch die Wahl der Abgeordneten/innen an dieser Gesetzgebung mitzuwirken.

Gleichzeitig werden 15 Volksabstimmungen über die vom Landtag beschlossenen Verfas-sungsänderungen durchgeführt. Es geht dabei um die tatsächliche Gleichberechtigung von Frauen und Männern, die Stärkung der Kinderrechte, die Verbesserung des Datenschutzes aber auch um die Abschaffung der Todesstrafe. Weiter sollen mit der Nachhaltigkeit, der Kultur, des Ehrenamtes und des Sports wichtige Staatsschutzziele neu bzw. an prominenterer Stelle in die Verfassung aufgenommen werden. Wichtig finde ich persönlich auch das eindeutige Bekenntnis zur Europäischen Integration und die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Stadt und Land. Entscheiden können Sie schließlich noch über die Ab-senkung des passiven Wahlrechts von 21 auf 18 Jahre, die elektronische Verkündung von Gesetzen, einer massiven Senkung des Quorums für Volksbegehren und einer Stärkung der Unabhängigkeit des Landesrechnungshofes. Alles wichtige Themen, wie ich finde, die es verdienen, dass möglichst viele Hessinnen und Hessen über sie abstimmen.

Gemeinsam sollten wir durch eine hohe Wahlbeteiligung auch dafür demonstrieren, dass uns allen ein freies Wahlrecht wichtig ist. In vielen anderen Ländern wird mit großen Opfern um dieses Recht gekämpft. Lassen Sie uns Vorbilder sein. Bei aller Kritik muss sich jeder Ein-zelne klar machen: Politik kann nie für jeden eine 100 %-Lösung bieten. Dafür hat jeder Ein-zelne von uns zu unterschiedliche Interessen, die sich in der Parteienlandschaft widerspiegeln sollen und auch können.

Ich fordere Sie deshalb auf und bitte Sie herzlich, diesem Wahlaufruf Folge zu leisten und am kommenden Sonntag zur Wahl zu gehen. Das Wahlrecht sollte für jede Bürgerin und für jeden Bürger auch eine Wahlpflicht sein. Bitte geben auch Sie Ihre Stimme ab. Jede Stimme zählt! Auch Ihre!

Mit einem ersten Spatenstich ist am vergangenen Montag der Startschuss für ein ganz be-sonderes Projekt gefallen: In Daubringen wird ein Multifunktionsgebäude entstehen, das eine Kindertagesstätte (Kita), ein Familienzentrum, Praxisräume und eine Begegnungsstätte vereinen wird. Bauherr ist der DRK Kreisverband Marburg-Gießen e.V., der für das neue Gebäude auf dem Grundstück an der Friedhofstraße 9 einen Erbbauvertrag mit der Stadt Staufenberg geschlossen hat. Neben der Schaffung von Kitaplätzen war uns als städtische Verantwortliche vor allem die geplante Begegnungsstätte ein zentrales Anliegen.

Kinder können sich nicht aussuchen, wo und unter welchen Umständen sie ihre ersten Le-bensjahre verbringen. Aber Kinder haben ein Recht darauf, dass ihnen möglichst viel Gutes widerfährt. Mit der neuen Kita in Daubringen ist dies der Fall. Gemeinsam mit dem DRK schließen wir mit ihr die in Staufenberg aktuell bestehende Betreuungslücke, was mich für unsere Kinder und ihre Eltern ganz besonders freut.

Zugleich freue ich mich schon auf die Lesungen und die Kleinkunstvorstellungen, die über den Impuls-Verein für alle Staufenbergerinnen und Staufenberger in der neuen Begeg-nungsstätte angeboten werden. Die Räume kann der Impuls-Verein die nächsten Jahre mietfrei nutzen.

Dafür werden Gelder aus der Dorferneuerung Daubringen zur Verfügung gestellt. Für diese Fördergelder bedanke ich mich ganz besonders bei den Verantwortlichen des Amts für den ländlichen Raum. Ohne die von dort bewilligten Fördergelder hätten wir das Projekt "Begeg-nungsstätte Daubringen" nicht ernsthaft angehen können.

Mein besonderer Dank gilt aber auch den Verantwortlichen des Im-Puls Vereins mit Lothar Schreyeck an der Spitze. In ganz kurzer Zeit hat dieser Verein nicht nur in Daubringen son-dern in ganz Staufenberg wieder richtig Leben in die Kulturlandschaft unserer Stadt gebracht. Zu nennen sind hier die Bierwanderungen, die Mundartlesungen, das Brotbacken aber auch das jährlich auf der Oberburg stattfindende Sommerfestival.

Nun kommt die Begegnungsstätte: Lesungen, Kleinkunst, Vorträge, Spieleabende, Livemusik und vieles mehr kann und wird der Im-Puls Verein in den neuen Räumen anbieten. Gut, dass es bald diese Zusatzangebote geben wird.

Aber auch Senioren, Alleinerziehende oder besondere Hilfen benötigende Familien können sich heute schon freuen. Denn neben der Kita wird das DRK in diesem neuen Haus auch ein Familienzentrum betreiben. In diesem sind unter anderem eine Sozial- und Seniorenberatung geplant. Dort wird das DRK Hilfe in besonderen Lebenssituationen aber auch Informationen zu Pflege, Gesundheit und Wohnen im Alter anbieten. Auch dies wird unser Staufenberg wieder ein kleines Stück attraktiver machen.

Direkt neben der Daubringer Kirche, vor der bereits bestehenden städtischen Kita und dem Kulturtreff Buchenberg des Gesangvereins Harmonie entsteht also jetzt ein neues Multifunk-tionsgebäude, in dem ganz viele Staufenbergerinnen und Staufenberger aus allen unseren Stadtteilen eine Anlaufstätte für ganz viele Bedarfe ihres täglichen Lebens vorfinden werden. Das kann für unsere Stadt und unsere Bürgerinnen und Bürger nur gut sein.

Die Planung des rund vier Millionen Euro teuren Multifunktionsbaus haben die Architekten des Planungsbüro Wahle und Zinkler aus Frankfurt übernommen. Auf dem 2.529 Quadratmeter großen Grundstück wird ein dreigeschossiges Gebäude entstehen. Das Untergeschoss, das halb in den Hang eingebaut wird, soll überwiegend für den Praxisbereich genutzt werden. Im Erdgeschoss werden die Kita und die Begegnungsstätte untergebracht. Im Obergeschoss sind weitere Räumlichkeiten für die Kita angedacht, darunter ein Bewegungsraum. Während das Untergeschoss in Massivbauweise errichtet werden soll, ist für das Erd- und das Obergeschoss eine Holzrahmenbauweise vorgesehen. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für Ende 2019 geplant. Anfang 2020 sollen die Kinder aber auch der Im-Puls Verein "einziehen" können. Ich freue mich schon darauf.

Es grüßt Sie herzlich

Ihr
Peter Gefeller
Bürgermeister


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