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Mährisch-Trübau


Porstendorf im Schönhengstgau-Sudetenland war die größte Gemeinde im Kreis Mährisch-Trübau mit einem Flurausmaß von 2.780 Hektar Wald und Ackerland. Porstendorf war ein 5 Kilometer langes Reihendorf und hatte 1938 1.650 Einwohner.
Wer nicht in der Landwirtschaft arbeitete war in der naheliegenden Kreisstadt Mährisch-Trübau in der Industrie, im Handel oder Handwerk beschäftigt.
Die Kirche, das Pfarrhaus, eine sechsklassige Volksschule, das Post- und Gemeindeamt, sowie eine Molkerei waren der Mittelpunkt des Ortes. Das kulturelle Leben wurde vorwiegend von den örtlichen Vereinen bestimmt. 2 Gesangvereine beherrschten die Laienbühnen. Natürlich vervollständigten auch Konsumgenossenschaften das wirtschaftliche Bild der Gemeinde.

1946 wurden die Porstendorfer aus ihrer angestammten Heimat vertrieben und in verschiedene Bundesländer aufgeteilt. Die Stadt Staufenberg in Hessen musste im Februar 1946 75 Personen aufnehmen.
Landsleute, die vor der Vertreibung in verschiedenen Gremien zum Wohle der Dorfbewohner in Porstendorf gearbeitet hatten, fassten mit den damals Verantwortlichen der Stadt Staufenberg den Beschluss, eine Patenschaft zwischen beiden Orten vorzubereiten.

Aus Anlass der 700 Jahrfeier von Porstendorf wurde schon am 17. Juni 1956 die Patenschaftsübernahme urkundlich vollzogen.
Am 26. Juli 1959 wurde "Im Ehrenhain" der Stadt ein Gedenkstein für die Verstorbenen und Gefallenen errichtet.

Es ist schon zur Tradition geworden, dass die ehemaligen Porstendorfer jährlich in die Patenstadt Staufenberg kommen, um Freunde und Bekannte wieder zu sehen.
Die amtierenden Bürgermeister der Städte Staufenberg und Mährisch-Trübau, sowie die Leiterin vom Begegnungszentrum in Mährisch-Trübau sorgen zu verschiedenen Anlässen für gegenseitige Besuche.
Auch Staufenberger Vereine und ihre Mitglieder haben Porstendorf, das am 1.1.1976 in Mährisch-Trübau eingemeindet wurde, schon besucht und dort die Gastfreundschaft kennen gelernt.

Der Jugendaustausch zwischen Staufenberg, Mährisch-Trübau und der ungarischen Partnerstadt Tarjan wird organisiert und gepflegt.

Die Bürgermeister der Stadt Staufenberg haben sich seit 1946 stets für die Belange der Vertriebenen eingesetzt.

Möge auch in Zukunft das vorbildliche gute Miteinander bestehen bleiben.

Am 01. September 2003 wurde die Partnerschaft zwischen Mährisch-Trübau und Staufenberg in Tschechien urkundlich besiegelt. Die Rückverschwisterung erfolgte am 08. Juni 2004 auf Staufenberger Boden.


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