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Kolumne 16/2019


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, 

in der letzten Stadtverordnetensitzung wurde ein von der SPD-Fraktion gestellter Antrag von allen anderen Fraktionen mitgetragen. Gemeinsam beauftragten sie den Magistrat, auf der städtischen Homepage eine Rubrik „Europa in Staufenberg“ einzurichten. Dort sollen alle Staufenberger Projekte aufgelistet werden, die durch die Europäische Union gefördert wer-den. Im Folgenden erlaube ich mir, die Begründung des Antrags in seinem vollständigen Text wiederzugegeben:

„Die Europäische Union lebt von Menschen, die den europäischen Gedanken von Frieden durch Wohlstand und Zusammenarbeit vor Ort weitertragen. Leider erscheint die EU heute für viele Menschen als zu zerstritten, zu komplex und zu weit weg vom Lebensalltag in den Städten und Gemeinden. Das führt dazu, dass die Stimmen der Europagegner immer lauter werden und sich Menschen von Europa abwenden. Doch die Europäische Union ist tief ver-wurzelt mit der Bundesrepublik und unserem Alltag.

Aktuell profitiert die Stadt Staufenberg bei zwei Projekten von dem EU-Förderprogramm LEADER. Mit diesem Programm will die Europäische Union den ländlichen Raum fördern und damit stärken. Ganz konkret wurden über dieses EU-Förderprogramm die Peter Kurzeck App. mit  27.670 EUR und jüngst der Aktivpark Lumdatal mit 200.000 EUR gefördert.
Aber auch unsere internationalen Jugendaustausche mit unseren EU-Partnerkommunen aus Tarjan, Mährisch-Trübau und Mönichkirchen wurden und werden von der Europäischen Union sehr stark finanziell unterstützt. So erhielten sowohl die Stadt Staufenberg als auch unsere österreichische Partnergemeinde Mönichkirchen für jeweils zwei ausgerichtete Jugendtreffen Fördergelder aus dem europäischen Förderprogramm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“.
Diese Förderungen des ländlichen Raums durch die Europäische Union  zu verdeutlichen und konkret sichtbar zu machen, ist die Intention des vorliegenden Antrags. Mit wenigen Mitteln kann die Stadt dazu beitragen, die Europäische Union greifbarer und konkreter im Alltag der Staufenberger Bürgerinnen und Bürger zu gestalten.“

Den gemeinsam gestellten Antrag aller Fraktionen haben wir zwischenzeitlich umgesetzt. Auf der Startseite unserer Homepage www.staufenberg.de befindet sich nun auch die Euro-pafahne. Nach einem Anklicken der Fahne öffnet sich ein neues Fenster, in dem Sie  die Staufenberger Projekte vorfinden werden, die von der EU gefördert worden sind.
Aktuell sind dies die Peter Kurzeck App, der Aktivpark Lumdatal aber auch das Tourismus-konzept der Nordkreiskommunen des Landkreises Gießen. Die Umsetzung dieser drei Projekte war und ist nur durch eine massive Förderung über das europäische LEADER-Programm möglich geworden. Insgesamt erhielten wir für die drei Projekte mehr als 260.000 EUR!
Aber was bedeutet eigentlich LEADER? Zur Erklärung dieses Begriffs muss ich  leider etwas bürokratisch werden. Denn LEADER ist eine englischsprachige Abkürzung aus der französischen Programmüberschrift mit den wulstigen Worten:  „Liaison entre actions de dévelop-pement de l'économie rurale“, was auf Deutsch übersetzt so viel bedeutet wie: „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“. Ich räume ein: Die französische Programmüberschrift ist selbst ins Deutsche übersetzt äußerst holprig, was nicht nur an den unterschiedlichen Sprachen, sondern wohl auch am Bürokratismus liegt, der sich in der EU nicht nur an Programmüberschriften festmachen lässt. Aus meiner Sicht ist er neben der Sprachbarriere der zentrale Punkt, der zukünftig in der EU abgebaut werden muss. Bürokra-tismus ist aber keine europäische Erfindung und leider auch in deutschen Amtsstuben viel zu oft, viel zu stark anzutreffen.
Zum Glück konnten wir  uns bei den verschiedenen LEADER-Projekten stets auf die Hilfe der Region GießenerLand verlassen. Sie ist eine der über 320 in Deutschland aktiven LEADER-Regionen. In der ganzen EU sind es sogar rund 2.600 Regionen. Die Region GießenerLand hat das Ziel, die Kommunen des Landkreises Gießen spürbar zu stärken und  die Vorteile des Landlebens wieder mehr in unser Bewusstsein zu rücken. Über die Region GießenerLand werden seit dem Start der ersten Förderperiode im Jahre 2008 LEADER-Fördermittel in unserem Landkreis eingesetzt, um Projekte von engagierten Menschen, Organisationen oder Kommunen zu bezuschussen. Neben den 17 Landkreiskommunen mit ihren rund 180.000 Einwohnern unterstützen ganz viele Vereine, Verbände, Unternehmen aber auch Privatpersonen die Arbeit der Region GießenerLand. 

Damit aber nicht genug: Über das weitere EU-Förderprogramm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ konnte in den letzten Jahren schon vier Mal der internationale Jugendaustausch mit einer Gesamtsumme von über 100.000 EUR finanziert werden. Dieser Jugendaustausch ermöglicht unseren Jugendlichen nun schon seit fast 30 Jahren Begegnungen und Freund-schaften mit Gleichaltrigen aus unseren europäischen Partnerkommunen. Begonnen wurde der Jugendaustausch zunächst mit unserer ungarischen Partnergemeinde Tarjan. Ein paar Jahre später folgte mit unserer tschechischen Partnerstadt Mährisch Trübau der dritte europäische Partner. Und seit 2014 beteiligt sich nun auch die österreichische Marktgemeinde Mönichkirchen an dem im jährlichen Wechsel in einer der Partnerkommunen stattfindenden Jugendaustausch. Der diesjährige Jugendaustausch findet nun schon zum zweiten Mal im österreichischen Mönichkirchen statt. Über 20 Staufenberger Jugendliche werden an dem Treffen teilnehmen.

Gerade vor dem Hintergrund der bevorstehenden Europawahl setzen wir mit der neu geschaffenen Rubrik „Europa in Staufenberg“ ein starkes, proeuropäisches Zeichen, was ich persönlich sehr gut finde. Nur ein klares Bekenntnis für ein geeintes Europa ist ein Garant für Frieden und Freiheit aber auch für Wohlstand und Sicherheit. Ich kann Ihnen an dieser Stelle nur zurufen: Gestalten Sie Ihre Zukunft mit und wählen Sie ein starkes Europa!  Gehen Sie am 26. Mai zur Europawahl oder machen Sie bereits jetzt von der Möglichkeit der Briefwahl gebrauch. Egal wie, nutzen Sie Ihr Wahlrecht! Mit Ihrer Stimme sorgen auch Sie für ein wei-terhin friedliches und demokratisches Europa!

Es grüßt Sie herzlich

Ihr  
Peter Gefeller
Bürgermeister



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