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Kolumne 14/2019


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

kaum sind die närrischen Tage vorbei, steht dieses Wochenende schon das Osterfest vor der Tür. Sind wirklich wieder sechs Wochen vorbei? Ich glaub' s kaum. Zum Glück wurde Ende März schon mal die Zeit umgestellt. Die Tage fühlen sich seit dem viel länger an. Das ist doch mal was, oder? Ab 2021 soll's die Zeitumstellung aber nicht mehr geben. So will es zumindest das EU-Parlament aber auch ganz viele Deutsche, wie die letztjährige Online-Umfrage gezeigt hat. Unklar bleibt allerdings, ob die Sommerzeit zur "Dauereinrichtung" wird oder wir dauerhaft zur "Normalzeit", also zur Winterzeit, zurückkehren. Wir werden es bald wissen.

Aber nun zurück zu Ostern, das jedes Jahr aufs Neue zumindest gefühlt so furchtbar schnell daherkommt. Als vernetzte Mediengesellschaft sind wir es gewöhnt, dass immer alles früher und schneller wird. Unsere moderne Hektik kennt da keine Ausnahmen, auch nicht für so ein traditionsreiches Christenfest wie Ostern. Aber warum erscheint dieses Fest im Kalender jedes Jahr an anderer Stelle?

Nun, verantwortlich für das Hin- und Herschieben des Osterfestes ist Kaiser Konstantin, der im Jahre 321 die Sieben-Tage-Woche einführen ließ mit dem Sonntag als Feiertag und im Jahre 325 das Erste Konzil von Nicäa einberief, um u.a. auch das Osterchaos zu beenden. Die vom Kaiser zu diesem Konzil einberufenen Bischöfe koppelten Ostern vom jüdischen Kalender ab und legten zugleich fest, dass dieses Fest stets auf den ersten Sonntag nach der Frühlingsvollmondnacht fallen sollte. Den Frühlingsanfang legten sie bei der Gelegenheit dann auch gleich mal auf den 21. März fest, also den Tag mit gleicher Tages- und Nachtlänge. Dem Mond konnten die Bischöfe allerdings keine Vorschriften machen. Deshalb kommt es in manchen Jahren vor, dass der erste Vollmond schon lange vor dem Frühlingsbeginn in voller Pracht scheint, was dieses Jahr auch wieder einmal der Fall war.

Apropos Frühling: Dieser wird in Staufenberg traditionell mit dem Frühjahrskonzert des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Staufenberg eingeläutet. Selbstverständlich war dies auch in diesem Jahr so. Am vorletzten Samstag fand das Konzert wie immer in unserer Stadthalle statt. "30 Jahre Berliner Mauerfall" lautetet das diesjährige Motto. Ob der sehr gute Besuch auf dieses Motto, den Musikzug selbst oder vielleicht auch auf den neuen Dirigenten Marlon Esenkan zurückzuführen war, ich weiß es nicht. Eines weiß ich aber ganz bestimmt: Mit Marlon Esenkan hat der Musikzug einen erstklassigen Kapellmeister gefunden, der trotz oder vielleicht sogar wegen seiner Jugend einen gelungenen Einstand feiern konnte. Sehr beeindruckt hat mich seine Rede zum Fall der Berliner Mauer und der daraus folgenden Wiedervereinigung als Glücksfall für uns Deutsche.
Wie nun schon seit vielen Jahren führte unsere Erste Stadträtin Bianka de Waal-Schneider auch in diesem Jahr wieder gekonnt und mit vielen interessanten Details zu den einzelnen Musikstücken durch das Programm. Motto gerecht startete dieses mit dem Stück "Berliner Luft" von Paul Linke. Es folgten "Heinzelmännchens Wachtparade" von Kurt Noack, ein "Gruß aus Oberbayern" von Georg Freundorfer und "Walzerträume" von Peter Schad. Mit "Ein halbes Jahrhundert" von Very Rickenbacher verabschiedete sich das Orchester in die Pause. Nach dieser ging es mit einer Überraschung weiter. Großspenderin Maria Löbel über-reichte dem Musikzug einen Scheck über 1.500 EUR. Die Musiker widmeten ihr als Dank für diese Spende den "Schutzmannmarsch" von Paul Lincke. Auch von meiner Seite geht ein herzlicher Dank an Frau Löbel. Ihre vielen Spenden sind kaum noch zu zählen. Schön, dass wir solch tolle Menschen in Staufenberg haben.

Anschließend ging`s mit englischen Stücken weiter. Dabei begeisterte zunächst Gesangsolist Axel Wolf mit dem Song "You Raise Me Up" von Rolf Lovland und Brendan Graham. Es folgte der Popsong "Go West" von der amerikanischen Disco-Band Village People. Den Ab-schluss bildeten der Pink Floyd Klassiker "Another Brick In The Wall" und Nenas Hit "99 Luftballons". Nach den Zugaben "Unter dem Doppeladler" und "Böhmischer Traum" erhoben sich die Gäste zur deutschen Nationalhymne von ihren Plätzen.

Dem Musikzug und seinen Musikern kann ich nur ganz herzlich für dieses wieder einmal gelungene Frühjahrskonzert danken. Wir alle in Staufenberg sind mächtig stolz auf unseren Musikzug, der als musikalischer Botschafter den Namen unserer Stadt weit über ihre eigenen Grenzen hinausträgt. Dafür gilt allen Musikerinnen und Musikern des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Staufenberg unser Dank, unsere Anerkennung und unsere Wert-schätzung.

Aber nun zum Schluss meiner heutigen Kolumne nochmals zurück zum bevorstehenden Osterfest. Was wäre dieses ohne die Bräuche, die wir schon jahrhundertelag pflegen. Einer dieser Bräuche ist das Bemalen der Ostereier, das auf das 13.Jahrhundert zurückgeht. Nach den Fastenvorschriften war der Verzehr von Eiern in der Woche vor Ostern, der Karwoche, untersagt. Die trotzdem von den Hennen gelegten Eier wurden gesammelt und durften am Ostermorgen verzehrt werden. Um sie von den gewöhnlichen "Jahres-Eiern" zu unterschei-den, malte und weihte man sie, um das Ende der Fastenzeit würdig zu begehen. Im 17. Jahrhundert tauchte dann der Osterhase als Eierlieferant auf, der die Eier legt, bemalt und versteckt. Die Idee stammt von den Protestanten, die die Fastenbräuche und Eierweihe der Katholiken ablehnten. Eier und Hase gelten im Übrigen seit jeher auch als Fruchtbarkeits-symbole.

Die erwartungsfrohe Vorfreude auf das Osterfest hat sicherlich auch Sie schon ergriffen. Hoffentlich kann der Osterhase für unsere Kinder seine Schokoladenkumpel und die bunten Eier im frischen Gras verstecken. Ein paar stressfreie Feiertage sind für uns alle in greifbarer Nähe. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen auch im Namen des Magistrats frohe Ostern und erholsame Feiertage im Kreise Ihrer Familien bei hoffentlich schönen und frühlingshaften Osterwetter, das wir uns nach den trüben Wintertagen alle gemeinsam nur wünschen können. Ganz besonders herzlich grüße ich noch unsere Kinder, denen ich ein wohlgefülltes Osternest aber auch schöne Feiertage und vor allen schöne Osterferien wünschen möchte.

Mit den besten Ostergrüßen verbleibe ich

Ihr
Peter Gefeller
Bürgermeister


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