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Kolumne 12/2019


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

in der letzten Woche hatten nicht nur viele Daubringer Kinder bei der Einweihung neuer Spielgeräte auf dem Spielplatz in der Lärchenstraße ihren Spaß. Auch viele Eltern und Großeltern hatten ihre Freude an dem grundsanierten Spielplatz. Neben einem neuen Rondell befindet sich dort nun auch ein neues Klettergerüst. Die Idee hierzu hatte der gemeinsame Ortsbeirat Staufenberg, Mainzlar, Daubringen. Sven Iffland als Leiter des städtischen Kinder- und Jugendbüros hatte vor der Beschaffung der Spielgeräte die Daubringer Kinder nach ihren Wünschen befragt. Herausgekommen waren das Rondell und ein Klettergerüst. Man glaubt es kaum aber beide Geräte zusammen kosten rund 10.000 EUR. Das ist sicher eine große Summe, die aber für die Kinder gut angelegt ist, wie ich finde.

Mein Dank gilt an dieser Stelle den Eheleuten Edeltraud und Friedel Diehl. Als direkte Nachbarn liegt ihnen der Spielplatz besonders am Herzen. Dabei haben beide nicht nur das Wohl der Kinder vor Augen. Auch an die Eltern und Großeltern wird gedacht. So fertigte Friedel Diehl aus alten Dielen und einem weggeworfenen Bettgestell einen Tisch und zwei Sitzbänke und Edeltraud Diehl organisierte Getränke und Häppchen, die dank einer Spende des SV Daubringen zur Einweihung des Spielplatzes auch reichlich vorhanden waren. Gut zu wissen, dass wir in allen Stadtteilen Staufenbergs solch engagierte Mitbürger haben. Ohne deren ehrenamtlichen Einsatz wären ganz viele Dinge in unserer Stadt nicht denkbar.

Gemeinsam mit unseren Nachbarkommunen aus Allendorf/Lumda, Buseck, Lollar, Rabenau und Reiskirchen sind wird gerade dabei, ein Tourismuskonzept für den Gießener Nordkreis zu erstellen. Wichtig ist uns dabei, dass dieses Konzept später auch umgesetzt wird. Dazu bedarf es der Unterstützung der Parlamente. Deshalb hatten wir diese vor zwei Wochen in das Busecker Kulturzentrum zu einer Informationsveranstaltung geladen.

Seit April vergangenen Jahres arbeiten nun schon die sechs Kommunen an einem gemeinsamen Konzept, das die Nordkreiskommunen touristisch miteinander verbinden soll. Nach zwei Drittel des Weges wird sichtbar: Der Norden des Gießener Landes hat touristisch viel zu bieten. Wichtig ist die Erkenntnis, dass eine touristische Erschließung unserer Region nur dann Erfolg haben kann, wenn sie von allen beteiligten Kommunen getragen wird. Nur gemeinsam sind wir stark.
Ein gutes Beispiel für einen erfolgreichen Zusammenschluss von Kommunen im Landkreis Gießen stellt das Gleiberger Land dar. Die dortigen Kommunen bündeln ihre touristischen Angebote und locken so viele Besucher in die Region. Dabei spielt dort, wie auch für unsere Region, die steigende Nachfrage eine große Rolle. Alleine von 2012 bis 2017 wuchsen im Gießener Land die Übernachtungszahlen um 16 Prozent. Davon profitieren nicht nur tourismusbedingte Arbeitsplätze, sondern auch andere Wirtschaftsbereiche. Ein Ausbau des Freizeit- und Tourismusbereichs unterstützt die Ansiedlung von Unternehmen, denn diese überprüfen auch, was sie ihren Mitarbeitern in der Freizeit anbieten können.

Der Aufbau neuer touristischer Angebote steht und fällt jedoch mit der Einrichtung einer halben Stelle für einen gemeinsamen "Kümmerer". Seine Aufgaben müssen klar definiert werden. Als Bindeglied zu den Kommunen wäre es seine Aufgabe, wichtige Akteure für touristische Produkte zu motivieren aber auch neue Projekte zu entwickeln und Qualifizierungen auf den Weg zu bringen. Die Kosten einer solchen Stelle sind nicht gewaltig und für alle sechs Kommunen tragbar.

Für eine gemeinsame Vermarktung unserer Region ist auch ein identifikationsstiftender Name wichtig. Mit dem Slogan "Gießener Lahntäler" wurde den Parlamentariern ein solcher nun vorgestellt. Ich finde den Slogan nicht perfekt aber gut. Um außerhalb des Lumda- und des Wiesecktals registriert zu werden, brauchen wir eine "Marke", die überregional wahrgenommen werden kann. Auch wenn das Begriffspaar sprachlich etwas holprig daher kommt, stellt es aus meiner Sicht einen guten Bezug zu unserer Region her, was zu einer besseren Wahrnehmbarkeit führen kann. Mit dem Zusatz "Lahn-Lumda-Wieseck-Salzböde" sprechen wir zudem Menschen an, die ihre Erholung in kleinen Seitentälern suchen.

Aus den vielen Schätzen des Nordkreises, wie eindrucksvolle Landschaften, schöne Wege, interessante Baukultur, gemütliche Einkehrmöglichkeiten und jede Menge Kultur sind bereits erste Angebote gestrickt und auch getestet worden. Eines dieser Angebote ist unsere Peter Kurzeck App, mit der Sie im Rahmen einer kleinen Wanderung einen Teil der jüngeren Staufenberger Geschichte entdecken können. An zwölf verschiedenen Schauplätzen können Sie mittels Ton- und Filmaufnahmen unseren Ehrenbürger Peter Kurzeck, seine Erzählungen und das Staufenberg der 1940er/1950er Jahre erleben. Verbunden werden die Erzählungen Peter Kurzecks durch Schilderungen von Staufenberger Bürgern. So wollen wir die Geschichte eines oberhessischen Dorfes erlebbar machen.

Insgesamt wird das Staufenberg aus der Mitte des letzten Jahrhunderts für diejenigen wiederbelebt, die es aus der Zeit noch kennen und für diejenigen veranschaulicht, die das vergangene Staufenberg erleben möchten. Sie können die Erzählungen Peter Kurzecks auf mobilen Endgeräten als WebApp oder zu Hause am PC unter www.peter-kurzecks-wege.de erleben. Schauen Sie doch einfach mal herein und erfahren Sie, wie Peter Kurzeck von Staufenberg schreibt und erzählt und wie die Staufenberger selbst ihre Geschichte erinnern. Am besten lassen sich die Schauplätze natürlich im Rahmen einer kleinen Wanderung durch unser wunderschönes Staufenberg entdecken - wie war es früher und was ist davon jetzt noch geblieben? Lassen Sie die Erzählungen darüber vor Ort auf sich wirken. Ideale Ausgangspunkte für Ihren Rundgang sind das Odenhäuser Kreuz, die Rote Schule und der Poul. Folgen Sie der Amsel - ein Leitmotiv im Werk Peter Kurzecks und zugleich Symbol der Peter Kurzeck App.

Es grüßt Sie herzlich

Ihr
Peter Gefeller
Bürgermeister


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